Geschichte des Heimatmuseums
Am 6. Dezember 1958, am St. Nikolaustag, am Tag des Reinacher Kirchenpatrons, gründeten 17 Reinacher Bürger die Zunft zu Rebmessern.
Einige Idealisten bildeten 1961 im Auftrag des Zunftrates eine Museumskommission. Diese setzte sich das Ziel, alte, originelle Gegenstände unserer Vorfahren zu sammeln, zu putzen, zu restaurieren und sie in geeigneten Räumen der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Die Gemeindebehörden waren von der Schaffung eines Heimatmuseums begeistert und stellten dafür etappenweise die leerstehenden Räume hinter der Gemeindeverwaltung zur Verfügung. Nach harter Fronarbeit der Museumskommission konnte das Museum 1962 eröffnet werden. 26 Jahre lang konnten die Besucher diese Fundgrube der Reinacher Geschichte besuchen. Viel ausstellungsreifes Sammelgut konnte leider infolge Fehlens der nötigen Ausstellungsfläche nicht gezeigt werden.
1979 kaufte die Gemeinde Reinach das "Schambädischdähuus", und damit entstand die Möglichkeit, ein neues Heimatmuseum einzurichten.
Alte Ansicht der Dorfkirche und des "Schambädischdähuus" (vorne rechts)
1984 bewilligten die Stimmbürger einen Kredit für den Umbau dieses Hauses zum Heimatmuseum. 1985 begannen die Bauarbeiten, und schon 1987 konnte das Museum der Zunft zu Rebmessern zum Einrichten übergeben werden.
Am 2. September 1988 wurde das neue Heimatmuseum im "Schambädischdähuus" an der Kirchgasse 9 offiziell eingeweiht und der Bevölkerung zur Besichtigung freigegeben.
Das Haus des Heimatmuseums gehört der Gemeinde Reinach, dagegen ist sämtliches Ausstellungsgut Eigentum der Zunft zu Rebmessern, welche auch das Museum führt und verwaltet.
Alte Luftaufnahme von Reinach (1948)
Schambädischdähuus
Der Bau gehörte ursprünglich zur Dorfkirche St. Nikolaus und lässt sich urkundlich auf das frühere 18. Jahrhundert oder früher datieren. Das Gebäude, so wie es eine Planskizze von 1761 zeigt, war das Kirchmeier-Haus. Später bekam es den Dorfnamen des jeweiligen Besitzers, so zuletzt "Schambädischdähuus". Die Bewohner sind seit 1721 bis zum Verkauf an die Gemeinde Reinach anno 1979 nachweisbar. Letzte Besitzerin war die Familie von Jean-Baptist Kunz, welche dem Bauernhaus auch den Dorfnamen "Schambadischdähuus" gab. 1874 brannte das Haus nieder. Auf den gleichen Grundmauern wurde das heutige Haus gebaut.